Zum bereits sechsten Mal fand am 17. Oktober die sogenannte Staffelübung bei uns in der Feuerwehr statt. Dabei mussten von der Mannschaft, über den gesamten Samstagnachmittag hinweg, verschiedene Übungsszenarien abgearbeitet werden. Die Kameraden hatten dabei die Möglichkeit, an allen Übungen teilzunehmen oder nur einzelne zu besuchen.
13:30 Uhr: Übung 1
RLF – T2 Forstunfall mit einer eingeklemmten Person
Ausgangslage dieses Übungsszenarios war eine eingeklemmte Person unter einem dicken Baumstamm mitten im Wald. Die Kettensäge steckte dabei noch im Stamm.
Aufgrund des längeren Fußmarsches musste vom Gruppenkommandant bereits beim Fahrzeug genau überlegt werden, wie die Rettung durchgeführt werden soll und was dafür benötigt wird.
Man entschied, den Baumstamm zu sichern und mittels Hebekissen kontrolliert anzuheben. Anschließend konnte die verletzte Person herausgezogen werden, über den Waldweg mittels Trage transportiert und an die Rettung übergeben werden.

HLF – T2 Person in Notlage
Die Mannschaft des HLFs musste währenddessen einer Person helfen, die bei Dacharbeiten auf eine Palette gestiegen war und sich dabei einen Eisennagel eingetreten hatte. Umgehend wurde die Person betreut und erstversorgt. Der Gruppenkommandant entschied sich dazu, den Eisennagel abzuschneiden und die verletzte Frau mittels Korbschleiftrage vom Garagendach zu retten. Hierzu baute die Mannschaft eine Rutsche aus Steckleitern auf, sicherte diese und begleitete die Korbschleiftrage samt Person sicher zu Boden.


Nach einer kurzen Pause, in der sich die Mannschaft stärken konnte bzw. man ein- oder aussteigen konnte, ging es weiter mit dem zweiten Übungsblock.
15:00 Uhr: Übung 2
RLF – PKW gegen Pflug
In der Hofgasse kam es zu einem Auffahrunfall eines PKWs auf einen Traktor samt Pflug. Die beiden Insassen wurden dabei im Fahrzeug eingeklemmt und erlitten leichte Verletzungen. Nachdem sich der Gruppenkommandant ein erstes Bild verschafft hatte, wurden die Personen betreut, die Unfallstelle abgesichert und ein Brandschutz aufgebaut. Anschließend wurden das Fahrzeug und der Pflug unterstellt, sodass es zu keinen ungewollten Veränderungen kommen konnte. Die Personen wurden darauffolgend über zugängliche Türen gerettet und mittels Erste-Hilfe-Koffer versorgt. Zusätzlich wurde ein Teil der Fahrertür mittels hydraulischer Schere aufgeschnitten, sodass der Traktor seiner Fahrt fortsetzen konnte.


HLF – Radfahrer gegen PKW
Aus unbekannter Ursache wurde im Bereich des Maria-Lourdes-Weges ein Radfahrer zwischen PKW und einer Betonmauer eingeklemmt. Der Radfahrer, der unter anderem über starke Nackenschmerzen klagte, wurde umgehend betreut, die Unfallstelle abgesichert und es wurde mit den ersten Maßnahmen begonnen.
Mittels Rangierroller wurde das Fahrzeug vorsichtig verschoben, sodass die Person frei zugänglich war und an die Rettungskräfte übergeben werden konnte.

16:30 Uhr: Gesamtübung
RLF, HLF & MTF- B2 Werkstattbrand
Die letzte Übung war, wie gewohnt, eine Gesamtübung. Hierbei rückte unser gesamter Fuhrpark zum Bauhof Enzersfeld aus um einen Werkstattbrand zu bekämpfen.
Umgehend stellten sowohl RLF, als auch HLF einen Atemschutztrupp, der nach den vermissten Personen im Gebäude suchen sollte. Der Rest der Mannschaft im HLF war für die Herstellung einer Versorgungsleitung von Löschwasser über eine geeignete Wasserentnahmestelle (Hydrant) zuständig. Das MTF stellte bei diesem Ereignis die Einsatzleitung.
Um das Übungsszenario möglichst real darzustellen, wurden die Atemschutzmasken mit Folien verklebt. Eine klare Sicht wurde dadurch ausgeschlossen – maximal Farbunterschiede waren zu erkennen.
Nachdem die Versorgungsleitung zum RLF hergestellt war, begann die Mannschaft des Hilfeleistungsfahrzeugs mit der Brandbekämpfung von außen.
Die Einsatzkräfte im Inneren des Gebäudes konnte währenddessen bereits alle vermissten Personen retten, den Brandherd lokalisieren und löschen.
18:00 Uhr: Abschluss
Da direkt nach jeder Übung die jeweiligen Szenarien nachbesprochen wurden, konnte gegen 18:00 Uhr direkt in den – wahrlich verdienten – gemütlichen Teil übergegangen werden. Bei Schnitzel, Salat, Getränken und Mehlspeisen konnte sich die Mannschaft austauschen und so maßgeblich zur Kameradschaftspflege beitragen.













