Eine ausgesprochen gut besuchte Übung fand am Donnerstag, den 12. März, im Feuerwehrhaus statt.
Unter der Leitung von Feuerwehrkommandant Christof Eichberger und Sachbearbeiter für Feuerwehrmedizinischen Dienst, Lukas Niedermayer, wurde mit einer Theorieeinheit im Obergeschoss gestartet.
Zu Beginn wurde auf die Unterschiede zwischen Single- und Twin-Pack Geräte eingegangen. Da unser Einsatzgebiet (Schnellstraßen-) Tunnel umfasst, sind wir als Feuerwehr speziell für solche Einsätze ausgerüstet bzw. geschult. Unter anderem zählen hierzu die standardmäßige Ausrüstung der Atemschutzgeräte auf Twin-Pack, also zwei montierten Flaschen. Dies verdoppelt in etwa die mögliche Einsatzdauer unter Atemschutz und trägt so maßgeblich zum Eigenschutz der Mannschaft bei.
Anschließend wurden der Mannschaft neue Techniken bei der Kurzüberprüfung und dem Innenangriff übermittelt. Anhand ausgedruckter Szenarien eines Zimmerbrandes wurde gemeinsam diskutiert, wie man im Realfall vorgehen würde bzw. welche Möglichkeiten uns zur Verfügung stehen.
Kommandantstellvertreter Daniel Musil rüstete sich im Anschluss komplett aus. Darunter fallen die persönliche Schutzausrüstung (PSA – Stiefel, Hose, Jacke, Branddiensthandschuhe, Helm). Speziell für den Atemschutzeinsatz kommen eine Atemschutzmaske, eine Flammschutzhaube sowie das Atemschutzgerät selbst hinzu.
Situationsbedingt kann sich die Liste – und somit auch das zusätzliche Gewicht – der mitgeführten Gegenstände erheblich erweitern. Zum Beispiel:
- Taschenlampe
- Funkgerät
- Feuerwehraxt
- Brandfluchthaube
- Schläuche
- etc.
Um die Kontamination einzudämmen und eine mögliche Verschleppung zu verhindern, ist die Einhaltung der Einsatzhygiene essenziell. So ist z.B. das mitführen privater Gegenstände wie Tabakmittel, Essen/Trinken oder das private Smartphone am Einsatz untersagt.
Die beiden Übungsorganisatoren veranschaulichten am zuvor ausgerüsteten Atemschutzgeräteträger, wie man einen geh-unfähige Kameraden im Notfall retten kann. Auch wurde demonstriert, wie man innerhalb weniger Sekunden den Kameraden von sämtlicher Ausrüstung befreien kann.
Nach rund einer Stunde verlagerte sich der Schwerpunkt in die Fahrzeughalle bzw. in das Stiegenhaus des Feuerwehrhauses.
Dort wurde auf die Vorbereitung eines Innenangriffs eingegangen und wie man sich ein etwaiges Voranschreiten in einem Gebäude erleichtern kann.
Am Schluss präsentierte Hauptverwaltungsmeister Gerhard Schwarz ein „Melder-Suchspiel“. Hier geht es besonders darum, die Brandschutzpläne der Volksschule Enzersfeld rasch zu überblicken und die darin enthaltenen (verschiedenen) Melder zu finden. Ein Kübel mit kleinen Kärtchen liefert dabei die verschiedenen Meldernummern.




